Das Zahni Weblog

Urheberrecht: Staatsanwälte lenken ein

August 9, 2008 · Keine Kommentare

Bei der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen wollen sich die Staatsanwälte in Nordrhein-Westfalen zukünftig nur noch auf Raubkopierer konzentrieren, die im großen Stil agieren.

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MeinProf gewinnt vor dem Berliner Landgericht

August 9, 2008 · Keine Kommentare

Landgericht Berlin veröffentlicht Urteilsbegründung in der Unterlassungsklage gegen MeinProf.de

Der Betreiber der Bewertungsplattform für Hochschulkurse und -dozenten MeinProf.de gewann
Ende Mai das Berufungsverfahren im Streit um zwei Beleidigungen
gegen einen Dozenten. Das Landgericht hat jetzt die
Urteilsbegründung veröffentlicht.
Nachdem ein Professor einer Brandenburgischen Fachhochschule
von Studenten auf MeinProf.de öffentlich als „Psychopath“ und „echt
das Letzte“ bezeichnet wurde, klagte dieser vor dem Amtsgericht
Berlin erfolgreich auf Unterlassung. Dieses Urteil wurde am 31.Mai
2007 durch das Landgericht aufgehoben. Der Betreiber des Meinungsforums
sei seinen Prüfungspflichten nachgekommen, indem er
die beanstandeten Bewertungen umgehend nach Kenntnisnahme
gelöscht hat.
Die kürzlich veröffentlichte Urteilsbegründung (27 S 2/07) macht
deutlich, dass den Betreibern von Meinungsforen keine Vorab-
Prüfungspflichten aller Einträge anheim fallen. Erst mit Kenntnisnahme
könnten diese als Mitstörer zusätzlich in Anspruch genommen
werden. Damit befindet sich die Rechtsprechung in Einklang mit
dem im März ergangenen Urteil des BGH (VI ZR 101/06).
Das Gericht stellte ebenfalls fest, dass die beanstandeten Kommentare
“Psychopath” und “echt das Letzte” noch nicht die Grenze zur
unzulässigen Schmähkritik überschritten. Der Anwalt des Betreibers
Dr. Grosskopf wies zu Recht darauf hin, dass auch scharfe und überspitze
Äußerungen in den Schutzbereich der Meinungsfreiheit fielen.
Auf MeinProf.de können sich seit November 2005 Studenten aller
Hochschulen über die Kurse ihrer Dozenten informieren und diese
bewerten. Bis jetzt wurden 230.000 Bewertungen für 60.000 Kurse
von 31.000 Dozenten abgegeben.
MeinProf wurde von fünf Studenten der Technischen Universität
Berlin gegründet und wird von diesen betrieben. In Rechtsfragen
unterstützt sie Dr. Lambert Grosskopf, ein in Bremen tätiger Fachanwalt
für IT-Recht und selbst Dozent für Urheber- und Medienrecht an
der Universität Bremen und der Hochschule Bremen.

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starker Gegenwind für Fileshare-Abmahner

August 5, 2008 · Keine Kommentare

Offensichtlich läuft das Geschäft der Fileshare-Abmahn-Anwälte nicht mehr ganz so gut geschmiert. Lawblog-Anwalt Udo Vetter scheint ein wirksames Gegengewicht gefunden zu haben: den Zaumpfahl. Weiterlesen →

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Stress bis zum Hörsturz

August 4, 2008 · Keine Kommentare

Stress bis zum Hörsturz

Erst kommt die Nervosität, dann der Tinnitus: Immer mehr Studenten leben an der Grenze ihrer Belastbarkeit, einige greifen zu Pillen. Doch besser als Aufputschmittel hilft manchmal die bittere Einsicht, dass auch Scheitern ein Weg sein kann.

“Voll” ist das erste Wort, das Mark Stern zu seinem Alltag einfällt. Im Semester ist er während der Woche oft zwölf Stunden pro Tag an der Uni, am Wochenende verdient er sich seinen Lebensunterhalt als Maschinenbediener in einem Industriebetrieb. “Das ist anstrengend, ja klar”, sagt der 23-Jährige, der im sechsten Semester in Freiburg VWL büffelt. Ein optimales Studentenleben sei das nicht. “Es geht aber nicht anders.” Weiterlesen →

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Fecht-Olympiasiegerin Funkenhauser mit Comeback: Zahnärztin in Peking

August 3, 2008 · Keine Kommentare

Vor 20 Jahren raubten ihr die Florett- Kolleginnen den letzten Nerv, bei den Spielen in China fühlt Zita Funkenhauser den deutschen Olympioniken auf den Zahn. Die Fecht- Olympiasiegerin von 1984 und 1988 wird als promovierte Zahnärztin die Athleten im deutschen Haus in Peking behandeln. Ob Spitzensportler ihre Zähne besonders gut pflegen und ihr nur wenig Arbeit bescheren, darüber ist sich die Tauberbischofsheimerin nicht sicher. «Das ist ein Trugschluss! Der Sportler geht zwar bewusster mit seinem Körper um, aber ob das auch die Zähne betrifft, weiß ich nicht…» Weiterlesen →

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Zeit: (Computer-) Revolution mit Ansage

Juli 26, 2008 · Keine Kommentare

Zeit: Gut ein Vierteljahrhundert nach der Erfindung des Personal Computers steht seine Zukunft infrage: Die Programme wandern ins Netz: wer braucht da noch einen teuren Rechner?

Im Herbst 1882 schickten Oskar von Miller und Marcel Depréz zum ersten Mal elektrischen Strom über eine
fast 60 Kilometer lange Telegrafenleitung von Miesbach nach München. Erst diese Idee ermöglichte moderne
Elektrizitätsnetze mit Kraftwerken, Überlandleitungen und Steckdosen. Und sie beendete das Zeitalter der
Generatoren, die damals noch in den Kellern vieler Fabriken standen und allenfalls ein paar Glühbirnen und
Maschinen in ihrer Nähe betrieben.

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Delirium tremens studentus americanensis

Juli 25, 2008 · Keine Kommentare

der Spiegel über das Ami-Besäufniss:

Studenten an US-Universitäten spülen sich gern und regelmäßig ihre Gehirnzellen weg. Die Colleges versuchen, das Ritualsaufen einzudämmen - aber alle Warnungen und Erziehungsversuche verpuffen oder bewirken gar das Gegenteil, wie eine ernüchternde neue Studie aus Harvard zeigt.

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Staatsanwälte ringen um Umgang mit Massenstrafanzeigen gegen Tauschbörsennutzer

Juli 24, 2008 · Keine Kommentare

Heise:

Die bundesdeutschen Strafverfolgungsbehörden ringen derzeit offenbar um den richtigen Umgang mit dem Phänomen der Massenstrafanzeigen gegen Tauschbörsennutzer. Bei einer Konferenz hatten sich die Landesjustizminister Mitte Juni 2008 mit dem Thema intensiv beschäftigt (PDF). Nach Informationen von heise online entwarfen daraufhin die bundesdeutschen Generalstaatsanwaltschaften Anfang Juli Vorschläge für Leitlinien, die klar definieren, unter welchen Umständen Tauschbörsennutzer noch anhand einer mitgeloggten IP-Adresse aufgespürt werden sollen.

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Die große Sause der US-Studenten

Juli 23, 2008 · Keine Kommentare

spiegel online:

Wie eine Heuschreckenplage fallen amerikanische Studenten im April zu Hunderttausenden in die Strandhotels von Florida ein. Ihr einziger Wunsch: Babewatch, Party, schneller Sex, Trinken bis zum Delirium. Die vergnügungssüchtige Meute ist überall, wo die Sonne lacht - und sie benimmt sich überall daneben.

“Spriiiiiiiiiin’ Breaaaaak in Panama Cityyyyyyy!”, brüllt der junge Mann. Es ist der Urschrei eines angehenden Akademikers. Er und weitere 500.000 Studenten sind in Panama City eingefallen. Ein Strandnest hoch im Norden von Florida, am Golf von Mexiko. Weiterlesen →

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Gefangen im sozialen Netz

Juli 23, 2008 · Keine Kommentare

Kündigung nicht vorgesehen: Wer seinen Account bei Facebook schließen möchte, muss einiges an Geduld mitbringen - denn das soziale Netzwerk lässt seine Mitglieder nur ungern ziehen. Thomas Hillenbrand von SPON hat sich trotzdem erfolgreich ausgeklinkt.

Ein bisschen komme ich mir vor wie Boris Becker. Am heimischen Laptop sitzend steuere ich mein Profil bei Facebook an und juble. “Ich bin raus. Raus!” Der Ex-Tennisprofi und AOL-Werbeträger hatte seinerzeit Probleme, ins Internet zu gelangen. Inzwischen besteht das Problem eher darin, dem Netz wieder zu entfliehen, wenn man einmal drin ist.

 

Gefangen im sozialen Netzwerk

Getty Images

Facebook: Gefangen im sozialen Netzwerk

Obwohl ich mit Accounts bei Xing, Orkut und Pownce eigentlich schon übervernetzt war, meldete ich mich im März bei Facebook an. Anfangs war ich hellauf begeistert, dann ging es mir wie einer Freundin, die auf ihre Facebook-Wall schrieb: “Es ist wie mit allen Dingen im Leben - am Anfang ist es wahnsinnig aufregend, aber das lässt schnell nach.”Oder anders gesagt: Als mich über Facebooks Vampirapplikation zum siebzehnten Mal jemand in den Hals biss, ließ mich das ziemlich kalt. Und über meinen Friendfeed erfuhr ich nur, was ich bereits geahnt hatte: All die anderen Medienfuzzis müssen auch ganz schön viel arbeiten. “Tina is at the office”, “Sören has some work to do” und “Heiko is back from the SBSW conference”. Sehr deprimierend.

“Du kannst gehen, aber Dein Profil bleibt hier”

Weil mir Facebook so fix so fad geworden war, beschloss ich, mich auszuklinken. Tausende Menschen tun das mutmaßlich jeden Tag; Facebook behauptet, 80 Millionen Nutzer zu haben, MySpace spricht von über 100 Millionen, Googles Orkut ebenso. Diese Zahlen sind mit einer sehr großen Prise Salz zu genießen - niemand weiß wirklich, wie viele dieser Nutzer Karteileichen sind. Das liegt vor allem daran, dass die meisten angeödeteten User ihre Accounts nicht stilllegen.

 

Ich möchte mein Facebook-Profil aber nicht als Webruine bestehen lassen. Ich möchte es komplett löschen. Schließlich habe ich Fotos hochgeladen, Videos gepostet, zum Boykott der neuen Edition von Dungeons & Dragons aufgerufen und mich mit allen möglichen Leuten vernetzt. Das soll jetzt alles weg. Das hat nichts mit Datenschutzparanoia zu tun - wenn ich aus einer Wohnung ausziehe, nehme ich ja schließlich auch meine Möbel mit.

Beim Studieren der Einstellungen wird mir jedoch schnell klar: Das geht gar nicht. Es gibt keinen Delete-Button. Es gibt auch keine Informationen im FAQ-Verzeichnis. Löschen ist einfach nicht drin. Nach einigem Gesuche finde ich allerdings die Möglichkeit, meinen Account zu deaktivieren. Dadurch würde ich zu einer Art Schläfer: Mein Profil wäre ist nicht mehr sichtbar, ich bekäme keine Benachrichtigungen mehr - und meine Daten blieben auf dem Facebook-Server, auf ewig.

Halten die Facebook-Leute ihr Produkt für dermaßen gelungen und unverzichtbar, dass sie sich eine Kündigung schlichtweg nicht vorstellen können? Man weiß es nicht. Facebook scheint sich sicher zu sein, dass ich irgendwann zu Kreuze kriechen und meinen Account wieder aufmachen werde.

Ein bisschen wie bei AOL

Selbst die Deaktivierung ist erst nach einem kleinen Online-Kreuzverhör möglich. Bevor ich schlafen gehen darf, soll ich preisgeben, was denn eigentlich mein Problem ist. Kostet Facebook zuviel Zeit? Ist die Benutzerführung verwirrend? Oder gibt es andere plausible Gründe für mein offenkundig autistisches Verhalten?

Je nachdem, welche Begründung man anklickt, serviert Facebook noch eine kleine Belehrung, nach dem Motto: “Du willst raus, weil wir Dir zu viele Benachrichtigungen schicken? Da musst Du halt Deine Mail-Präferenzen exakter einstellen, Du Depp.”

Ich schreibe dem Facebook-Support, dass sie meine Daten löschen sollen. Erwartungsgemäß bekomme ich zunächst ein Standardmail und mache mich auf einen langen Kampf gefasst. Dann erhalte ich jedoch bereits zwei Tage nach dem Erstkontakt eine knappe Nachricht von Audrina aus der Abteilung User Operations: “Wir haben Ihre Profilinformationen gelöscht und Ihre Emailadresse aus unserer Datenbank entfernt.”

Operation gelungen, Patient futsch. Aber warum kann ich mich mit einem Klick anmelden, dann aber nur schriftlich kündigen? Facebook erinnert mich ein bisschen an den Internetanbieter AOL. Dort war man ohne Unterschrift binnen zwei Minuten Mitglied - aber Kündigen über das Internet war unmöglich. Der Versuch, seine Kunden einzusperren, hat seinerzeit übrigens nicht funktioniert. AOL ist inzwischen so gut wie hinüber.

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