Dentalife setzt sich kritisch mit der APW auseinander – mit Recht! Dieses teuere Fortbildungsinstitut, das selber gar keine Kurse bietet, sondern nur sein Stempelchen auf fremde Kurse macht, kommt zunehmend ins Gerede – da wird sicherlich noch zu berichten sein!
Beiträge vom April 2008
Hatten Hobbits schon „Plomben“?
April 26, 2008 · Kommentar schreiben
Die Herkunft der zwergenhaften Flores-Menschen bleibt unklar.
War der „Hobbit“ vor 18.000 Jahren beim Zahnarzt und hat sich einen Backenzahn plombieren lassen? Natürlich nicht, so weit entwickelt war die Zahnheilkunde damals nicht. Wenn er also eine Plombe hat – der Zwergmensch, der vor vier Jahren auf der indonesischen Insel Flores gefunden wurde und offiziell Homo floresiensis heißt–, dann kann er nicht 18.000 Jahre alt sein. Das klingt wirr, und das ist es auch: Seit dem Fund wird darüber gestritten, ob dieser ein Meter kleine Mensch mit seinem grapefruitkleinen Gehirn zu einer eigenen Art gehörte, die ausgestorben ist – oder ob er einer von uns war, der an Krankheiten litt.
Die Forschermehrheit hält ihn für eine eigene Art, aber es gibt Skeptiker. Zu ihnen gehört Maciej Henneberg (Adelaide), er will auf einem Foto vom Gebiss des „Hobbit“ eine Zahnplombe entdeckt haben. Peter Brown (auch Adelaide), ein Vertreter der Mehrheit, weist das zurück, er hatte das Gebiss in der Hand, er hat es gereinigt (ScienceNow, 24.4.). Unterstützt wird er von Jukka Jernvall (Helsinki), der im „Hobbit“-Gebiss einen Menschen von guter Gesundheit sieht. Jernvall ist kein Anthropologe, sondern auf die Entwicklung des Gebisses spezialisiert: Der erste Backenzahn bestimmt die Größe des zweiten und dritten, so ist das bei gesunden Menschen. Stört irgendetwas die Entwicklung, zeigt sich das in den Zähnen. Bei H. floresiensis zeigt sich nichts, er war nicht krank, sondern demnach doch eine eigene Art.
Wie ein Clown in großen Schuhen
Eine sehr eigene, er war schlecht zu Fuß. William Jungers (New York) hat das Gehwerkzeug des „Hobbit“ analysiert: Der Unterschenkelknochen ist (verhältnismäßig) viel länger als bei uns, der „große Zeh“ sehr kurz, die Sohle nicht gewölbt. Gut gehen konnte man damit nicht, eher wie ein Clown in zu großen Schuhen, berichtete Jungers auf einer Tagung in Columbus (Science (320, S.433): „Die Morphologie ist die eines sehr primitiven aufrecht gehenden Fußes.“
Aber wie primitiv bzw. alt? Zwei bis drei Millionen Jahre, Jungers sieht Ähnlichkeiten mit Homo habilis oder gar mit Australopithecus. Aber sind die so früh aus Afrika nach Flores gewandert – teilweise per Schiff – und auf der Insel verzwergt? Das glaubt auch wieder niemand, auf der Konferenz blieb offen, von wem der „Hobbit“ abstammte. Vielleicht klärt es sich bald: Im Sommer wird in der Fundhöhle wieder gegraben. jl
(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 26.04.2008)
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Betrug im net – mal wieder
April 25, 2008 · 1 Kommentar
Unseriöse Geschäftemacher haben eine neue Betrugsmasche entdeckt: Ob Tests zur Intelligenz, Hausaufgabenhilfe oder attraktive Gewinnspiele – mit unzähligen Angeboten werden Internet-Surfer in Vertragsfallen gelockt – so der Stern.
Haben auch Sie vielleicht schon einen merkwürdigen Anruf bekommen, bei der eine Stimme vom Band behauptet, ein Nachbar hätte eine wichtige Nachricht hinterlegt? So beginnt nämlich eine neue Masche listiger Internet-Betrüger. Diese Nachricht könne dann auf der Internetseite www.nachbarschaftspost.com abgerufen werden. Dazu müsse nur ein bestimmter Zahlencode, den die Stimme dann nennt, dort eingegeben werden. „Wer nun gutgläubig den Code, seine Telefonnummer, Namen und E-Mail-Adresse eingibt, ist in die Falle getappt,“ erklärt Karin Goldbeck von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Denn wie immer lauert auch hier die Tücke im Kleingedruckten: Nach einer kostenlosen Testphase werden monatlich neun Euro fällig und es kommt ein Vertrag über zwei Jahre zustande. Die Kosten für die schnelle Neugier belaufen sich so auf 216 Euro. Dafür, dass man eigentlich nur eine Nachricht von einem Freund oder Nachbarn lesen wollte.
Drohung: Schufa-Eintrag
Wer auf den Trick hereinfällt, muss nicht unbedingt zahlen, auch wenn er die Geschäftsbedingungen durch Anklicken akzeptiert hat. Rechtsexpertin Goldbeck rät den Betroffenen, den Vertragsabschluss schriftlich zu widerrufen. Bei solchen unseriösen Angeboten käme durch die Art und Weise der Vertragsanbahnung überhaupt kein gültiger Vertrag zustande. Daher muss auch nicht gezahlt werden. Nicht selten drohen solche Anbieter dann mit einem Schufa-Eintrag, vor dem sich viele Verbraucher fürchten. Und so zahlen sie lieber. Oder sie überweisen das geforderte Geld, um sich den ganzen Ärger, der mit Briefwechseln verbunden ist, zu ersparen. Karin Goldbeck ermutigt: „Nicht einschüchtern lassen!“
Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich mit drängenden Fragen zur Berufswahl herumtragen, verspricht „www.berufs-wahl.de“ im Internet zum Beispiel einen wissenschaftlichen Berufs- und Karrieretest. Doch statt wegweisender Informationen rund um Ausbildung und Jobwahl wartet auf Informationshungrige hier beim Eintrag ins Kontaktformular ein kostenpflichtiger Berufstest für 59 Euro. Hintergrund: Die offizielle Plattform der Bundesagentur für Arbeit zur Studien- und Berufswahl firmiert unter „www.berufswahl.de“. Wer versehentlich oder unwissend bei der Berufswahl-Suche den Bindestrich eingibt, landet nicht wie erwartet beim unentgeltlichen Angebot der Arbeitsagentur, sondern in den Fängen eines kommerziellen Berufs- und Karrieretests.
Wer wird Millionär?
Seit einiger Zeit häufen sich bei den Verbraucherzentralen landesweit Beschwerden Betroffener, die auf die Internetseite www.millionenquiz.de hereingefallen sind. Sie hatten am Internetquiz teilgenommen, in der Hoffnung, eine Million Euro zu gewinnen. Aber statt eines Gewinns flatterten den Teilnehmern saftige Rechnungen zwischen 300 und 500 Euro der Firma ad2internet GmbH ins Haus, denn das Angebot war nicht kostenlos wie viele irrtümlich meinten.
Nach Aufrufen der Internetseite werden die Teilnehmer mit fünf leichten Fragen gelockt. Beantwortet ein Spieler diese richtig, hat er damit die erste Gewinnstufe von einem Euro erfolgreich gemeistert und sich für die Finalrunde qualifiziert. Mit der Chance auf die Million kann er sich nun registrieren lassen. Tut er das, akzeptiert er die genannten Teilnahmebedingungen. Nun beginnt das Problem, denn pro Spiel wird ein Spielbetrag von 10 Euro fällig. Mittlerweile wurde bekannt, dass die Firma die Annahme des Einschreibens verweigert. Sie setzt sogar noch einen Stempel auf das Schreiben mit folgendem Text: Annahme verweigert!
Gefährlich Ahnenforschung
Mehr oder weniger nach derselben Masche funktionieren auch die Angebote der Seiten www.genealogie.de oder von www.dein-fuehrerschein.com. Viele Internetnutzer halten die attraktiv beworbenen Seiten für ein kostenloses Angebot. Erst bei genauem Studium des Kleingedruckten (AGB) entpuppen sie sich als Vertragsfalle. Das erkennen die meisten Surfer aber erst, wenn die Rechnung kommt.
Problem: Obwohl gegen viele dieser Anbieter bereits Strafanzeigen gestellt wurden, laufen die meisten Internetangebote weiter. Denn es handelt sich häufig um Anbieter, die ihren Firmensitz im Ausland haben und denen nach deutschem Recht daher nur schwer beizukommen ist. Es nutzt nichts: Wer sich vor solchen unliebsamen Abos schützen möchte, sollte sich besser das Kleingedruckte durchlesen. Dabei wird meist schon klar, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt oder nicht.
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SchülerVZ lässt StudiVZ ganz alt aussehen
April 13, 2008 · Kommentar schreiben
Erstmals schiebt sich das Onlinenetzwerk SchülerVZ mit fast 6,5 Milliarden Page Impressions an dem bisherigen Marktführer StudiVZ vorbei. Das zweitplazierte Onlinenetzwerk StudiVZ erreichte immerhin noch beinahe 6 Milliarden Page Impressions. Bei den Visits liegt StudiVZ mit 178 Millionen Besuchen noch vor der Schwestersite aus dem Holtzbrinck-Verlag. Monatelang lag StudiVZ unangefochten an der Spitze der von der Prüfgemeinschaft IVW ermittelten Nutzungsauswertung von Online-Werbeträgern.
Im direkten Vergleich mit dem Vorjahr hat sich damit die Nutzung IVW-geprüfter Online-Angebote – gemessen nach dem Abruf einzelner Seiten – mit einem Plus von rund 118 Prozent mehr als verdoppelt und ist bei den gezählten Besuchen um gut zwei Fünftel angestiegen.
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Musterschreiben bei Internetabzocke
April 9, 2008 · Kommentar schreiben
Guter Beitrag auf lawblog: eine Sammlung von Hinweisen gegen Internetabzoge und andere unerwünschten Plagegeister: gut recherchiert und gut zu wissen, dass es so etwas gibt.
Bleibt die Hoffnung, dass man nie darauf zurückgreifen muss:
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt in einer Veröffentlichung vor “Anwälten als Handlanger der Internetabzocker” und nennt Namen aus Bonn, Osnabrück und München.
Die Verbraucherschützer haben außerdem eine zweiseitige PDF-Broschüre zum Download bereitgestellt, wo es Tipps gibt zum Umgang mit Forderungsschreiben wegen der angeblichen Nutzung von Internetdiensten.
Darüber hinaus gibt es Muster-Antwortschreiben der Verbraucherzentrale Niedersachsen:
http://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/mediabig/44042A.doc
Und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat auch noch Musterschreiben zu bieten.
Minderjährig:
http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/mediabig/44692A.rtf
Volljährig:
http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/mediabig/44702A.rtf
Mir persönlich gefällt der Text aus Rheinland-Pfalz übrigens besser.
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Medizinstudium im Ausland statt Wartesemestern in Deutschland
April 8, 2008 · Kommentar schreiben
Medizinstudium im Ausland statt Wartesemestern in Deutschland
Ein Medizinstudium im Ausland als gute Alternative zu langen Wartezeiten in Deutschland nach Ablehnungsbescheid durch die ZVS. (zahniforum)
Die ZVS wird auch in diesem Sommer wieder die Bescheide zur Studienplatzvergabe unter anderem in den hart umkämpften medizinischen Studienfächern zustellen und wieder tausenden Bewerberinnen und Bewerbern Wartezeit „verordnen“. Im Wintersemester 2007/2008 kamen 4,2 Bewerber auf einen Studienplatz im Fach Medizin, so dass nur 8 377 von 35 033 Bewerbern einen positiven Bescheid bekamen. In den Fächern Zahnmedizin (5,3 Bewerber pro Studienplatz) und Tiermedizin (5,5 Bewerber pro Studienplatz) war die Quote abgelehnter Bewerber sogar noch höher.
Eine von immer mehr deutschen Abiturientinnen und Abiturienten genutzte Alternative zur Wartezeit auf den Studienplatz in Deutschland ist die Aufnahme des Human-, Zahn- oder Tiermedizinstudiums im Ausland. Der Zugriff auf deutschsprachige Studienprogramme wie beispielsweise in Österreich, Ungarn oder der Schweiz ist dabei entweder durch Quotenregelungen und andere starre Vorgaben reglementiert oder aber bereits hoffnungslos überlaufen. Eine gute Alternative stellen deshalb englischsprachige Studiengänge dar, die zum einen häufig über größere Kapazitäten verfügen und die deutschsprachigen Bewerberinnen und Bewerber über das Fachstudium hinaus auch fremdsprachliche sowie interkulturelle Kompetenzen vermitteln.
Die Agentur College-Contact.com vermittelt seit drei Jahren erfolgreich Studienplätze in den Fächern Human-, Zahn- und Tiermedizin an Universitäten an osteuropäischen Universitäten und kann dieses Jahr Studienplatzkapazitäten an ihren Partneruniversitäten in Polen, Ungarn, der Slowakischen Republik und der Tschechischen Republik anbieten. Alle Studiengänge werden in englischer Sprache unterrichtet, sind im jeweiligen Land staatlich anerkannt und entsprechen den EU-Richtlinien. Die Zulassung zum Studium an den Partneruniversitäten von College-Contact.com erfolgt nicht primär über die Abiturnote, sondern über eine naturwissenschaftliche Aufnahmeprüfung, die von College-Contact.com als offiziellem deutschen Repräsentanten der Universitäten in Münster für deutsche Bewerber organisiert wird.
Die Aufnahmeprüfungen finden in diesem Frühjahr zu folgenden Terminen statt:
08.05.2008 Warsaw University of Life Science (Polen) Pavol Jozef Safarik University (Slowakische Republik) University of Veterinary Medicine Kosice (Slowakische Republik) University of Veterinary and Pharmaceutical Sciences Brno (Tschechische Republik) Warsaw University of Life Science (Polen)
09.05.2008 Universität Debrecen (Ungarn)
15.05.2008 Karlsuniversität (Tschechische Republik)
Eine Anmeldung zu den Aufnahmeprüfungen bei College-Contact.com ist bis eine Woche vor dem jeweiligen Prüfungstermin möglich. Bei vorhandenen Studienplatzkapazitäten finden unter Umständen im August weitere Aufnahmeprüfungen statt.
Informationen zu den Universitäten und Studiengängen sowie zum Bewerbungsverfahren und den Aufnahmeprüfungen können unter http://www.medizinstudium-im-ausland.de eingesehen oder über medizin@college-contact.com angefordert werden.
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Aus Zahnarzt wird Mundarzt
April 7, 2008 · Kommentar schreiben
Das Berufsbild des klassischen Zahnarztes gehört nach Ansicht von Experten der Vergangenheit an: „An der Universität Witten/Herdecke bezeichnen wir uns schon seit 1994 nicht mehr als Zahn-, sondern als Mundärzte“, sagte der Dekan für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde (ZMK), Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Gängler, in Witten.
Die Mundhöhle sei das wichtigste Organ zur Kommunikation des Menschen mit der Umwelt und das früheste Warnsystem für schwere Allgemeinerkrankungen. Karies und Zahnlockerung seien wesentlich bestimmt von den Abwehrkräften des menschlichen Körpers.
Die Notwendigkeit für einen Wandel des Berufsbildes und damit verbunden auch für eine bessere Ausbildung, ergibt sich laut Gängler aus der Entwicklung der Biologie und Medizin in den letzten Jahrzehnten: „Mund- und Zahnzustand des Menschen sind wichtige Indikatoren für Erkrankungen in anderen Körperregionen. Bei der Erforschung genetischer Zusammenhänge stehen wir noch ziemlich am Anfang. Ich plädiere dafür, diese Forschung in den nächsten Jahren deutlich zu verstärken, um die komplexen Wechselwirkungen weiter aufzudecken und therapeutisch zu nutzen“, so Gängler, der im vergangenen Jahr wegen seiner Verdienste um die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde mit der Ehrendoktorwürde der Ignaz Semmelweis-Universität in Budapest ausgezeichnet wurde.
Schon heute trägt sowohl die Forschung als auch die Lehre in der Wittener ZMK-Fakultät dem Aspekt der Vernetzung mit anderen Disziplinen Rechnung. So besteht mit dem kulturwissenschaftlichen Studium fundamentale und der medizinischen Fakultät der Universität Witten/Herdecke eine enge Kooperation. „Wir haben die in der gesamten Europäischen Union intensivste Ausbildung in den Bereichen Innere Medizin, Rehabilitationsmedizin, Dermatologie, Chirurgie sowie Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde“, so Gängler.
In der Region Ruhr gibt es zudem über Disziplingrenzen hinweg Kooperationen mit dem Max-Planck-Institut (MPI) in Dortmund im Bereich molekularbiologischer Forschung und mit der Industrie bei der Erforschung und Anwendung neuer Biomaterialien. Die Wittener ZMK-Fakultät ist Bestandteil des Netzwerks Biomedizin und im Zusammenhang mit dem neuen Zahnmedizinisch-Biowissenschaftlichen Forschungs- und Entwicklungszentrum (ZBZ) in Universitätsnähe eine tragende Säule im „Biomed Triangle“ Ruhr. Kooperationen der Fakultät bestehen darüber hinaus in die ganze Welt, z.B. mit der School of Dental Medicine in Boston und der School of Dentistry der University of Northern Carolina at Chapel Hill.
Das Herzstück der Wittener ZMK-Ausbildung bildet der so genannte „Integrierte Kurs“ – ein europaweit einmaliger didaktischer Ansatz in der Mund- und Zahnheilkunde. Dekan Gängler: „Studierende ab dem siebten Semester behandeln bei uns Patienten wie in der Arztpraxis. Der Student übernimmt sogar eine Art Patenschaft für den Patienten, d.h. er betreut und begleitet ihn durch die gesamte Behandlungskette.“ Immer mehr Hochschulen übernehmen das Wittener Ausbildungsmodell – es wird auch Bestandteil der neuen Approbationsordnung für Zahnärzte.
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Möglichkeiten und Perspektiven des Umgangs mit Patienten, bei denen der Zahnarzt mit seinem Latein am Ende ist
April 5, 2008 · Kommentar schreiben
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Konsiliardienst hilft Leid, Frust und Kosten bei allen Beteiligten zu vermeiden |
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Dr. Joachim Stoffel über Möglichkeiten und Perspektiven des Umgangs mit Patienten, bei denen der Zahnarzt mit seinem Latein am Ende ist (aus dZW) |
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„Die frustrierenden und belastenden Erfahrungen mit den ‚Psychos‘ macht ja fast jeder Zahnarzt in seiner Praxis!“ Dieses Zitat aus berufenem Munde soll Ausgangspunkt sein für diese kleine Serie und für Antworten auf folgende Fragen: Gibt es vernünftige Gründe, sich überhaupt mit psychosomatisch leidenden Patienten zu befassen? Bei welchen Patienten/Beobachtungen spielt die Seele eine Rolle? Welche Erklärungen gibt es für die Zusammenhänge zwischen bewussten/unbewussten Motiven einerseits und Verhalten beziehungsweise körperlicher Ausdrucksform andererseits? Wie kann man Patienten helfen, bei denen man mit seinem Latein eigentlich am Ende ist? Welche Konsequenzen hat dies für den einzelnen Zahnarzt und für den Berufsstand? Ging es im ersten Teil (DZW 10/08) um die allgemeine Situation von Zahnarzt und Patient und darum, was dazu führen kann, dass Menschen psychische Belastungen und seelische Störungen in körperliche Krankheitssymptome umwandeln, sie somatisieren, standen im zweiten Teil (DZW 11/ 08) die diagnostischen Möglichkeiten in der Praxis im Vordergrund. Was der Allgemeinzahnarzt darüber hinaus tun kann, wie er seine Verdachtsdiagnose dem Patienten mitteilen und ihm Hilfsangebote vermitteln kann und wie diese aussehen, aber auch, wo die Grenze ist, bis zu der er einen (uneinsichtigen) Patienten behandeln kann und muss, darauf wird im dritten und abschließenden Teil dieser Serie eingegangen. Ein entscheidender Punkt für jeden weiteren Erfolg ist die angemessene Mitteilung der vorläufigen Verdachtsdiagnose (Arbeitshypothese) an den Patienten. Grundsätzlich gilt für die Aufklärung bei psychosomatischen Patienten: Greifen Sie die Begriffe des Patienten auf. Sagen Sie, was ist, nicht, was nicht ist. Verheerend ist die Formulierung „Es ist nichts!“, falsch die Aussage „Es ist psychisch!“. Besser ist ein Angebot an den Patienten: „Sollen wir darüber sprechen, wollen Sie Näheres wissen, oder genügt es Ihnen, wenn ich Ihnen sage, dass kein zahnmedizinischer Befund vorliegt?“ Streben Sie allgemeingültige Erklärungsmodelle an. Unverfänglich ist dabei der Hinweis auf Stress, der ebenfalls als „Überlastung“ des Systems als Beschwerdeursache in Frage kommt und sozial akzeptiert ist. Anhand von Parafunktionen zum Beispiel lassen sich psychosomatische Zusammenhänge leicht erklären. Die persönliche Konfrontation mit dem psychosomatischen Aspekt sollte „scheibchenweise“ erfolgen. Professionelle Hilfsangebote werden vorsichtig ins Gespräch gebracht: „Ich kenne da einen Kollegen, der hat sich auf solche Beschwerden spezialisiert“.Zeigt der Patient sich hier uneinsichtig und verweigert er sich, so ist dies sein gutes Recht. Er trägt dafür allerdings auch die alleinige Verantwortung. Für den Zahnarzt ist dann an dieser Stelle die Behandlung beendet! Im günstigen Fall aber wird der Patient auf die Erklärungen seines Zahnarztes eingehen. Was nun? Den Patienten in eine Zahnklinik schicken? Das ist natürlich sinnvoll, wenn diese in zumutbarer Entfernung zu erreichen und dort die notwendige „psychosomatische Grundkompetenz“ vorhanden ist – diese ergibt sich keinesfalls zwingend aus der dortigen Präsenz von Forschung und Lehre alleine. Die meisten Menschen leben allerdings auch in Deutschland im weitesten Sinne „auf dem Lande“, und nicht ohne Grund ist deshalb auch in der Allgemeinmedizin die psychosomatische Grundversorgung bei entsprechend weitergebildeten niedergelassenen Praktikern angesiedelt, die diese Grundversorgung in Form eines Konsiliardienstes anbieten können. Psychosomatik ist in letzter Konsequenz also auch ein eigener Schutz vor unnötig hohem Zeitaufwand durch Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen und den daraus resultierenden Kosten, insbesondere durch Regresse und Schadenersatzforderungen. Und nicht zuletzt dient gerade die praktische psychologische Weiterbildung durch die Mitarbeit in Balintgruppen nicht nur dem Verstehen „schwieriger Fälle“, sondern auch der eigenen Psychohygiene und der Minderung des Burn-out-Risikos. Wer Fortbildungen anbietet, sollte unabhängig von (berufs-)politischen Gruppierungen und Ideologien sein – selbst bei führenden und namhaften Einrichtungen ist dies nicht immer selbstverständlich. Die Fachverbände sollten neben Forschungsförderung und berufspolitischer Unterstützung der niedergelassenen Kollegen für diese insbesondere Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen und dazu ein breit gefächertes Angebot an Referenten vorhalten, deren Auswahl sich ausschließlich an nachgewiesenen Kompetenzen und Erfahrung orientiert. Die Kostenträger sind gut beraten, wenn sie die hier engagierten Zahnärzte unterstützen. Letztlich ist hier jede Kostenübernahme auf lange Sicht eine Kostenersparnis. Auch könnte dieser Bereich wie nur wenige andere geeignet sein, die Forderungen des Gesetzgebers nach Kooperationsmodellen mehrer Kollegen im Sinne eines (beauftragten) Konsiliardienstes zu erfüllen. Insbesondere hier ist die Aufsicht der politischen wie medialen Öffentlichkeit gefordert. Dr. Joachim Stoffel, Sonthofen |
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Deutsche Studenten sind Erasmus-Europameister
April 1, 2008 · Kommentar schreiben
Nichts wie weg von der Heimatuniversität und ab ins Ausland- so Spiegel Online: Deutsche Studenten nutzen gern und oft die Gelegenheit für ein, zwei Auslandssemester. In Europa sind sie jedenfalls die mobilsten von allen, wie eine Auswertung zum Erasmus-Programm zeigt.An deutschen Universitäten grassiert das Erasmus-Fernweh: Deutschland nimmt bei der Entsendung von Studenten ins Ausland einen Spitzenplatz ein. Im Hochschuljahr 2006/2007 konnten knapp 24.000 Studenten aus Deutschland mit dem Erasmus-Programm der Europäischen Union in 30 anderen europäischen Ländern einen Teil ihres Studiums absolvieren, teilt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit.
Aus keinem EU-Mitgliedsland nahmen mehr Studenten am Erasmus-Programm teil. In Deutschland waren es noch etwas mehr als im Vorjahr. Ähnlich reiseverrückt sind nur Studenten aus Frankreich und Spanien – aus diesen Ländern traten jeweils über 22.000 Studis ein Auslandssemester an, aus Italien 17.000. In absoluten Zahlen liegt also Deutschland vorn, ist aber auch Bevölkerungsriese in der EU.
Für Auslandserfahrungen zwischen Hörsaal und Kneipe haben deutsche Studenten zwei Top-Ziele. Für Spanien entschied sich mehr als jeder fünfte Erasmus-Stipendiaten, auf Platz zwei liegt Frankreich mit 18 Prozent vor Großbritannien (knapp 13 Prozent). Unter den studentischen Weltreisenden waren besonders viele angehende Betriebswirte, Sprachwissenschaftler und Soziologen.
Besonders stark am Erasmus-Programm beteiligten sich die Universität Mainz, die FU Berlin und die Humboldt-Universität Berlin. Umgekehrt kamen Deutschland vor allem Studenten aus Mittel- und Osteuropa.
Eine Viertelmillion Deutsche ins Ausland verschifft
Seit dem Hochschuljahr 2007/2008 wird Erasmus unter dem Dach des neuen EU-Bildungsprogramms zum lebenslangen Lernen weitergeführt. Ziel ist, die Zahl der Erasmus-Studierenden bis 2012 auf drei Millionen zu verdoppeln. Im ersten Hochschuljahr 1987/88 verbrachten noch 649 deutsche Studenten einen Teil ihres Studiums mit dem Erasmusprogramm im Ausland. 2006 waren es bereits über 23.000.
Insgesamt hat die Europäische Union in 20 Jahren rund 1,5 Millionen Studenten aus 31 Ländern Europas gefördert. Dabei liegt Deutschland an der Spitze in Europa vor Spanien und Frankreich: Fast 240.000 deutsche Studenten haben dank Erasmus im Ausland gelebt, geliebt, gegessen, getrunken.
Im Rahmen des Bildungsprogramms sollen außerdem die monatlichen Mobilitätszuschüsse schrittweise auf 200 Euro erhöht werden. Im Moment kassieren deutsche Auslandsstudenten einen monatlichen Zuschuss von durchschnittlich 155 Euro und eine Befreiung von Studiengebühren im Gastland.
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