StudiVZ vs Facebook das Duell geht weiter

meint die Studentenpresse:

Große Aufruhr gab es Ende des letzten Jahres als StudiVZ verkündete ab dem 9. Januar persönliche Daten weiterzugeben. Mittlerweile haben sich die Wogen wieder geglättet und die Medien widmen sich nun eher Google und Microsoft.

Erstaunlich ist jedoch, dass ein Ansturm bei Facebook im Oktober letzen Jahres ausblieb,
als diese ankündigten personalisierte Werbung zuzulassen. Es scheint, dass der Datenschutz in Amerika nicht so groß geschrieben wird wie in Deutschland. Außerdem bekennt StudiVZ-Chef Marcus Riecke, die Nutzer nicht genügend informiert zu haben. So war vielen nicht bewusst, dass ihr Name nicht verkauft wird, sondern die jeweiligen Interessen, Daten etc. zur Verfügung gestellt werden. Auch wenn die Flucht in Phantasieprofile zunimmt ist Riecke mit dem Ergebnis zufrieden: Ca. 95% der StudiVZ Nutzer stimmten bisher den neuen AGBs zu und die zielgerichtete Werbung ist laut Klickraten wesentlich effizienter als zufällig eingespielte Werbung.

Diese ins Wanken geratene Stabilität ist für StudiVZ vor allem für kommenden März von großer Bedeutung, wenn Facebook seinen Einzug nach Deutschland feiert. Noch sind bei StudiVZ etwa 5 Millionen Nutzer angemeldet, während sich die Zahl der deutschen User von Facebook bisher nur auf etwa 600 000 beläuft. Wie lange StudiVZ diesen Vorsprung jedoch halten kann ist fraglich.

Einen großen Vorteil hat die Plattform darin, dass sie sich nicht auf eine Zielgruppe wie Studenten bei StudiVZ spezialisiert, sondern sehr ausbaufähig ist. Um dem entgegenzutreten ist bei StudiVZ eine neue Plattform in Planung, die sich vor allem an eine Zielgruppe oberhalb, nämlich ehemalige Studenten, richtet. Auch technisch will StudiVZ nun im Gegenzug aufrüsten, obwohl das Portal laut Riecke besonders wegen seiner einfachen Bedienung beliebt ist. Einen weiteren Vorteil sehen Nutzer darin, dass bei StudiVZ eine Exmatrikulation (= Löschung des Profils), während bei Facebook bisher nur eine Stillegung des Profils möglich ist.

Trotzdem ist nicht zu leugnen, dass Facebook mit seinen weltweit 60 Millionen Nutzern nicht nur im englischsprachigen Raum, sondern auch in Europa (u.a. in Nordeuropa wie Schweden, Norwegen…) sehr erfolgreich ist.

StudiVZ bleibt bisher gelassen: „ (…) Wir belegen mit großem Abstand Platz 1 mit StudiVz und mit SchülerVZ Platz 2 in der IVW-Rangliste (…). Wer sich einmal für uns entschieden hat, bleibt uns in der Regel treu“, sagt Riecke. Zu guter Letzt wäre ein Börsengang von Facebook eine interessante Variante, die mit dem Erlös StudiVZ locker übernehmen könnten. – Es bleibt also weiterhin spannend…

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