Erfahrungen mit Zirkonrestaurationen

Behandlungsbedingte Einflüsse

Die langfristige Überlebensqualität von Keramikrestaurationen beginnt schon bei der Präparation und setzt sich im Labor fort. Die

scharfen Kantenübergänge von Inzisal- und Okklusalflächen in die Vertikalflächen sollten sorgfältig gebrochen werden, weil es sonst

zu Spannungsüberhöhungen in der Restauration kommen und ein frühzeitiger Misserfolg provoziert werden kann. Um Druckspannungen im Werkstoff aufnehmen zu können, sind runde Übergänge am Kronenstumpf erforderlich. Hohlkehle und die zirkulär abgerundete

Stufe sollten einen Winkel von 4–5° aufweisen. Frontzahn-Präparationen dürfen inzisal keine spitzen Winkel zeigen. Ausreichende

Kronenwandstärken von empfohlenen 1,2–1,6 mm je nach Lokalisation sollten eingehalten werden, um die mechanische

Stabilität der Keramik zu nutzen und maximale Ästhetik zu ermöglichen.

Bei bereits eingegliederten Restaurationen muss nach dem okklusalen Beschleifen die Oberfläche vom Zahnarzt durch ein abgestimmtes Poliersystem geglättet werden, um Rissbildungen vorzubeugen.

Fertigungsbedingte Einflüsse

Von ausschlaggebender Bedeutung für die klinische Überlebensrate von vollkeramischen Brücken ist die Tatsache, dass keramische Werkstoffe im Druckversuch fünf- bis zehn Mal höhere Festigkeitswerte haben als bei Biegung oder Zugbelastung. Deshalb ist die Statik einer Brücke von enormer Bedeutung, da diese die Belastungsfähigkeit und die maximale Zugspannung steuert. Ein wichtiger Punkt ist hierbei die Gestaltung und die Querschnittsfläche der Konnektoren zu den Brückengliedern. Verbinderquerschnitte von mindestens 7 mm² werden empfohlen. Dabei ist zu beachten, dass die Position eines elliptischen Verbinders in Hochkant-Richtung jenem in Querlage bei gleichem Querschnitt mechanisch überlegen ist. Die Biegefestigkeit einer Keramik ist immer auch Ausdruck ihrer Oberflächenqualität. Deshalb spielt die Nachbearbeitung des Brückengerüsts eine wichtige Rolle. Oberflächendefekte können die Festigkeit des Gerüsts oder später der einzugliedernden Restauration herabsetzen. Hier können Defekte an der Oberfläche wie Mikrorisse oder thermische Spannungen, deren Größe und Auswirkung nicht kontrolliert werden kann, durch Schleifen ausgelöst werden. Als „Todsünde“ gilt das tiefe Separieren keramischer Brückenglieder mit der Diamantscheibe, weil dies eine Spannungsriss-Korrosion auslösen kann, was wiederum die Langzeitstabilität verkürzt. Deshalb sollte Keramik im Labor mit Wasserkühlung, Diamantfeinkorn und geringem Druck beschliffen werden. Bei Verwendung von Steinen für die Trockenbearbeitung ist auf niedrige Drehzahl und geringen Auflagedruck zu achten.


Langzeit-Erfahrung

Die vorliegenden Beobachtungszeiträume von bis zu acht Jahren mit zirkonoxid-keramischen Kronen und Brücken lassen Prognosen zur Überlebensrate zu. Die Frakturrate liegt im Bereich der Verblendkeramik bei ca. 2–3 %. Das Versagen im Bereich der Gerüststruktur liegt bei 0,3 %. Wenn Misserfolge wie Frakturen an Kronen und Brücken oder Abplatzungen der Aufbrennkeramik eintreten, sind diese meist innerhalb von 24 Monaten nach der Eingliederung erkennbar. Grund für Abplatzungen können unregelmäßig aufgetragene Verblendschichten sein, die unter Kaudruck zu Zugspannungen in der Struktur führen.

Deshalb wird die anatomisch reduzierte Krone empfohlen, um für die Verblendung eine gleichmäßige Schichtstärke zu erzielen. Das Wiederbefeuchten der ungebrannten Verblendkeramik sowie das Unterbrennen reduzieren die Biegefestigkeit signifikant.

Vorhersehbare Ästhetik mit Creation

ZI-F

Seit 1999 haben wir mit unterschiedlichsten Verblendkeramiken für Zirkonoxid experimentiert. Fast alle Produkte der bekannten Hersteller wurden in unserem Labor verarbeitet. Über 6000 Zirkoneinheiten dienten als Testfeld. Entschieden haben wir uns final für Creation.

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