„Ihr Nacktbild wurde freigegeben“

FULDA/GÖTTINGEN Die Ermittlungen gegen einen 25-jährigen Fuldaer wegen Betruges im Internet dauern an. Seit Anfang Mai warnt das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft vor der Happy Passion GmbH, die Mails mit Betreff „Ihr Nacktbild wurde freigegeben“ verschickt.

Teure Nacktbildchen: 98 Euro sollen Nutzer für einen falschen Klick zahlen. Foto: Ralph Leupolt


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Erschreckte Nutzer, die den Link anklicken, werden registriert, auf eine Website mit erotischen Bildern gelockt – und erhalten kurz darauf für ein angebliches Abo eine Rechnung über 98 Euro. Wer die Zahlungsaufforderung ignoriert, muss gute Nerven beweisen. Denn das Eintreiben des Betrages samt Auslagen und Zinsen übernimmt später eine Inkassogesellschaft aus Deutschland.
Hinter dieser betrügerischen Masche soll ein 25 Jahre alter Mann aus Fulda stecken. So heißt es aus seinem Umfeld, und so wird es in diversen Abzocke-Foren diskutiert. Immerhin ist der Jurastudent in der Internetszene kein Unbekannter: Seit einigen Monaten schon ermittelt gegen ihn die Göttinger Staatsanwaltschaft wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges. Tatort ist auch in diesem Fall das Internet: Dubiose Gewinnversprechen verleiteten die Nutzer ebenfalls zu Klicks auf ein Pop-Up. Damit war man als Kunde einer Fabrikeinkaufsplattform registriert und sollte deshalb 86 Euro zahlen.

Auswertung bis Mitte Juli

Auf diese Weise sollen Hunderttausende geflossen sein – auch über weitere betrügerische Angebote mit anderen Webadressen zu Themen wie Swinger-Check, Erotik-Karriere oder IQ-Champion.
Hinter vielen solcher Angebote verbirgt sich eine Firma mit Adresse in London, wie Journalisten der Sat1-Sendung Akte 07 damals aufdeckten. Als Geschäftsführerin war eine 19-Jährige aus dem Harz angegeben. Diese hatte damals in der Fernsehsendung per Telefon erklärt, ihr ehemaliger Freund – offensichtlich der 25-jährige Fuldaer – habe sie um einige Unterschriften gebeten. Wofür die gewesen seien, das habe sie nicht gewusst.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Göttingen, die auch klären sollen, ob der 25-Jährige gar Drahtzieher eines groß angelegten Schwindels ist, dauern immer noch an. Insgesamt sind laut Oberstaatsanwalt Hans-Hugo Heimgärtner „sieben Personen aus Deutschland“ als Beschuldigte involviert. Noch seien die Kollegen dabei, die bei Wohnungsdurchsuchungen sichergestellten Rechner auszuwerten. Doch Heimgärtner rechnet damit, dass „Mitte Juli darüber entschieden werden kann, ob und gegen wen Anklage erhoben wird“.
Unterdessen hatte es in dem Verfahren auch einen Nebenschauplatz gegeben: Der 25-Jährige war wegen Volksverhetzung angezeigt worden. Der junge Mann hatte – so sollen Screenshots der Internetplattform StudiVZ belegen – „Heil Hitler“ geschrieben und Farbige diffamiert. ,Doch eine Anklage wird es deswegen wohl nicht geben, sagt der Oberstaatsanwalt, der das Verfahren voraussichtlich einstellen wird. Die Begründung: Die Beschuldigungen fielen kaum ins Gewicht angesichts der Tatsache, dass gegen den 25-Jährigen erheblich schwerere Vorwürfe auf dem Tisch lägen.
Dass sich die Verbindungen in der Abofallen-Szene mittlerweile nur noch schwer entwirren lassen, hat der Schweizer „Tages-Anzeiger“ recherchiert: Im März dieses Jahres schrieb das Blatt von zwei deutschen Nachwuchsjuristen, die „mit einem Firmen- und Webseitengeflecht der Justiz lange auf der Nase rum“ getanzt seien. Und das nicht nur in Deutschland, sondern ebenfalls in Österreich und der Schweiz. Thema sind diese und ähnliche Fälle in etlichen Internetforen.

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