Premium-Examen, wer braucht da noch einen Master?

Bei der Zahnmedizin der Justus-Liebig-Universität gab es ein Examenssemester der »Premium«-Klasse: Elf Prüflinge schlossen mit der Gesamtnote »Sehr gut« ab, 19 bekamen die Gesamtnote »Gut«. Schlechtere Noten wurden nicht vergeben.

Die Professoren Sabine Ruf, Joachim Klimek und Joachim Kreuder  (oben v. l.) zusammen mit den »Sehr gut«-Absolventen Julia Wagner

Die Professoren Sabine Ruf, Joachim Klimek und Joachim Kreuder (oben v. l.) zusammen mit den »Sehr gut«-Absolventen Julia Wagner, Stefanie Unterhalt, Jörg Hubert Kratzenstein, Jan Bartel, Valerie Christina Barbonus, Oliver Hendrick Busch, Ute Westerfeld, Saemira Roxana Sadri, Katja Schulze, Sarah Sonnenschein und Marc Lehner.

Das bunte Bild einer festlich gestimmten Großfamilie, die unterm Schattendach hoher Bäume ein fröhliches Ereignis bei einem kühlen Drink und guten Gesprächen ausklingen lässt, bot sich dem Beschauer am Freitag vor dem Audimax im Philosophikum II: Das Medizinische Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und der Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität hatten soeben die Studierenden des Examenssemesters offiziell verabschiedet.

Prof. Joachim Klimek, der geschäftsführender Direktor des Zentrums, überreichte dabei zusammen mit Prof. Sabine Ruf, der Direktorin der Poliklinik für Kieferorthopädie, den 30 erfolgreichen Absolventen der Zahnärztlichen Prüfung »Frühjahr 2010« unter dem Beifall stolzer Familienangehöriger und Freunde die Urkunden mit besten Wünschen für ihre Zukunft.

Studiendekan Prof. Joachim Kreuder, der zugleich Grüße von Medizindekan Prof. Trinad Chakraborty und Prodekan Prof. Reinhard Schnettler übermittelte, schloss sich der Gratulation an, wobei er die jungen Zahnärzte bat, nicht nur den Kontakt zu ihrem Studienort und dem Zentrum auch künftig nicht abreissen zu lassen, sondern auch bei möglichen Anfechtungen der Praxis die Orientierung auf den Patienten nicht aus den Augen zu verlieren.

Einleitend hatte Klimek auf eine »ungewöhnliche, aber erfreuliche« Tatsache verwiesen: Bei den nun nach 4500 Unterrichtsstunden verabschiedeten Zahnärzten handelte es sich sozusagen um ein Examenssemester der »Premium«-Klasse: Elf Prüflinge schlossen mit der Gesamtnote »Sehr gut« ab, 19 bekamen die Gesamtnote »Gut«. Klimek: »Schlechtere Noten gibt es nicht«. Die Entscheidung der Absolventen für das Studium der Zahnmedizin in Gießen – nicht so groß, dass man in der Masse untergeht, aber so groß, dass alle Spezialdisziplinen besetzt sind – sei also eine gute Entscheidung gewesen.

Mit einer besorgten Bemerkung zum Bild des Berufes in der Öffentlichkeit wandte sich Klimek abschließend an die Absolventen. »Verkaufen ist keine ärztliche Tätigkeit. Ich bin überzeugt, dass Sie zu einem positiven Bild der Zahnmedizin in der Öffentlichkeit beitragen werden«, betonte er

Zahnärzte zu werden, denen das Wohl ihrer Patienten am Herzen liegt und denen zugleich die Neugierde, die sie durchs Studium bis zum Examen führte, erhalten bleiben möge, wünschte sich anschließend Prof. Ruf.

Stefanie Böhme und Ahmadreza Rezaei ließen einem heiteren Rückblick ihre Studienzeit im Schlangenzahl Revue passieren. Laura Seibold sorgte mit ihrer Gitarre für die musikalische Noteder Feier.

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