Bundesweite Umfrage: Vier Fragen zur GOZ-Novelle

aus adp-medien:

adp-medien dokumentiert im Folgenden den Aufruf des Deutschen Zahnärzte Verbandes e.V. (DZV) zur Teilnahme an einer Meinungsumfrage unter Zahnärzten. Im Fokus steht die Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), deren Leistungsverzeichnis bekanntlich derzeit im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) abschließend beraten wird. Nach wie vor gilt der 1. Juli 2011 als Termin für das Inkrafttreten der Rechtsverordnung. Zeit also, sich über die GOZ/Neu Gedanken zu machen. Hier der Aufruf des DZV im Originalwortlaut:

Information – Motivation – Aktion

Deutschlandweite Umfrage unter Zahnärzten

Die Politiker haben den Bürgern im Allgemeinen und der Zahnärzteschaft im Speziellen wieder einmal mehr gezeigt, wie wenig verbindlich für sie eigene Versprechungen aus dem Wahlkampf für die Regierungsarbeit sind. Selbst vertragliche Vereinbarungen unter Koalitionären haben offensichtlich keinen höheren Bindungswert.

So steht auch in der jetzigen Gesundheitsreform allein die Kostendämpfung und damit die Beibehaltung der Budgetpolitik im Vordergrund. Aber nicht nur für den Bereich der GKV dominiert der Gedanke, die Ausgabenseite der Krankenkassen durch reine Sparpolitik zu begrenzen. Nun will man Gleiches bei der Novellierung der GOZ tun, um somit dem Begehren der privaten Kostenerstatter und der Beihilfestellen, die finanziellen Auswirkungen einer neuen GOZ minimal zu halten, nachzukommen.

Dabei muss jedem bewusst sein, dass die GOZ nicht nur bei der Behandlung von Privatpatienten Einfluss auf die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse in den Zahnarztpraxen nimmt, sondern gerade bei der Versorgung gesetzlich Versicherter im Rahmen von Mehrkostenregelungen, Festzuschusssystem im Zahnersatzbereich und bei der Vereinbarung außervertraglicher Leistungen eine existentielle Bedeutung für die deutschen Zahnarztpraxen hat.

Ungeachtet dessen gewinnt das Oligopol der gesetzlichen Krankenkassen und Kostenerstatter zusehends weiter an Macht. Nicht zuletzt durch die Implementierung einer „Öffnungsklausel“, die Einzelverträge zwischen Kostenerstattern und Zahnärzten möglich macht und ein Instrument in Richtung Preisdumping und Patientennavigation darstellt, soll hier eine weitere Machtverschiebung zugunsten der Privaten Krankenversicherung erreicht werden.

Ohne die Einbindung der zahnärztlichen Basis und all ihrer handlungsfähigen Organisationen wird die Zahnärzteschaft somit keine annähernd adäquate Marktmacht dagegen stellen können. Es ist daher dringend notwendig, diese zahnärztliche Marktmacht zu organisieren. Dazu muss als erstes ein effektiver Informationsfluss stattfinden. Parallel dazu ist es Aufgabe, Konzepte mit dazu passenden Strategien zu entwickeln, die dann wiederum von der Zahnärzteschaft geschlossen und schnell umgesetzt werden müssen.

Der am 27. November gefasste Beschluss der Kammerversammlung der Zahnärztekammer Nordrhein ist vor diesem Hintergrund die erste Aktion auf diesem richtigen Weg. In gleicher Richtung muss konsequent und schnell weiter vorangegangen werden.

Beteiligen Sie sich, liebe Kolleginnen und Kollegen, in großer Zahl an unserer Umfrage, um unserer Standesvertretung aufzuzeigen, wie es um diejenigen, die sie vertreten sollen, bestellt ist!

Sie können ab sofort auf der DZV-Homepage über den Button „Umfrage“ oder direkt unter http://www.dzv-mitglied.de/umfrage an dem Projekt teilnehmen. Der Zeitaufwand beträgt ca. fünf Minuten. Zusätzlich besteht auch noch die Möglichkeit, einen individuellen Kommentar abzugeben.

Quelle: DZV-Info

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