Humedica: Projektstandort in Brasilien ist beteroffen

Während diese Zeilen entstehen, kämpfen ehrenamtliche humedica-Einsatzkräfte für die Überlebenden der Naturkatastrophen in Brasilien. Inmitten der von Unwettern, Überschwemmungen und massiven Erdrutschen betroffenen Region liegt unter anderem unsere Tagesstätte, in der rund 250 Kinder täglich versorgt und mit verschiedenen Angeboten betreut werden.

Schlammlawinen und Erdrutsche verursachten massive Schäden und forderten zahlreiche Menschenleben. Foto: humedica/Wolfgang Groß

Nachdem wir tagelang keinen Kontakt zu unseren Mitarbeitern am Ort hatten, übermittelte uns Pastor Sergio Veiga, ehemaliger Leiter des Projekts, die Nachricht, dass die humedica-Gebäude in der Ortschaft Campo do Coelho, unweit der Stadt Nova Friburgo, wohl weitgehend unzerstört sind, traurigerweise aber drei Kinder aus unserem Patenschaftsprogramm ihr Leben verloren sowie einige Kinder ihre Eltern.

Nach offiziellen Angaben liegt die Zahl der Toten bei rund 600, wie viele Menschen vermisst werden, ist noch immer unklar. Die Überlebenden sind dringend auf Hilfe angewiesen. Hilfe, die humedica in Form einer mobilen Klinik und medizinischem Personal bereits leistet.

Nachdem zunächst die erfahrene Katstrophenmedizinerin Dr. Irmgard Harms (Hindelang), Koordinator Nils Stilke und Logistiker Christian Simmons das Katastrophengebiet per Helikopter erreichten, werden sie mittlerweile von einem zweiten Team, bestehend aus Dr. Dirk Laue (Bassenheim), Dr. Martin Ulbricht (Zell), Medizinstudent Simon Oeckenpöhler (Köln), Dr. Rainer Berendes (Kumhausen) und Krankenschwester Katrin Hoffmann (Garmisch-Partenkirchen) sowie humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß, unterstützt.

Ich gehöre jetzt nicht an meinen Schreibtisch, sondern an die Seite meiner brasilianischen Freunde“, sagte Wolfgang Groß kurz vor seiner Abreise. In den unzerstörten Gebäuden des humedica-Projekts haben nach Angaben von Pastor Sergio Veiga rund 100 Personen eine Notunterkunft gefunden. Auch sie werden von unseren Einsatzkräften und unserem lokalen Team betreut und versorgt.

Obdachlos gewordene Kinder erhalten in den Gebäuden der humedica-Tagesstätte Unterkunft und Essen. Foto: humedica/Wolfgang Groß

Wir sind sehr dankbar für die gezielte Unterstützung der Katastrophenhilfe durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland in Höhe von 170.000 Euro; Mittel, die erste Maßnahmen in der stark betroffenen Region ermöglichen.

Gleichzeitig möchten wir Sie, liebe Freunde und Förderer, herzlich um Ihre Unterstützung in Form einer gezielten Spende oder der Übernahme einer Patenschaft bitten. Die Region um Nova Friburgo ist geprägt von Armut und Perspektivlosigkeit. Lassen Sie uns gemeinsam neue Hoffnung zu den Menschen bringen, jetzt, in der Katastrophe und darüber hinaus. Vielen Dank.

       humedica e.V.
       Stichwort „Erdrutsch Brasilien
       Konto 47 47
       BLZ 734 500 00
       Sparkasse Kaufbeuren

Bitte unterstützen Sie uns und somit die Menschen in Brasilien auch durch das Senden einer sms: Stichwort DOC an die 8 11 90 und von den abgebuchten 5 Euro kommen 4,83 Euro unmittelbar der humedica-Projektarbeit zu Gute.

Mit unvorstellbaren Kräften rissen die Schlammmassen Wälder und Häuser mit sich. Foto: humedica/Wolfgang Groß

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