Alle Bohrer standen still Die Frankfurter Uni-Zahnärzte wollen mehr Geld.

Alle Bohrer standen still

Die Frankfurter Uni-Zahnärzte wollen mehr Geld.

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Die Frankfurter Uni-Zahnärzte wollen mehr Geld.
Für 55 Zahnärzte der Frankfurter Uni-Klinik ist die Schmerzgrenze erreicht. Weil sie bis zu 1.200 Euro im Monat weniger verdienen als ihre Kollegen anderswo, haben sie am Donnerstag die Instrumente liegen gelassen.
Mit dem Streik demonstrierten die 55 Mediziner des Zahnärztlichen Universitätsinstituts Carolinum in Frankfurt für eine bessere Bezahlung. Sie fühlen sich ungerecht behandelt. Nach Angaben der Ärztevereinigung Marburger Bund verdienen die Zahnärzte je nach Position und Berufserfahrung zwischen 300 und 1.200 Euro weniger im Monat als ihre Kollegen in allen anderen Bundesländern.

„Überall in Deutschland werden die Zahnärzte an Uni-Kliniken nach den Tarifregelungen des Marburger Bundes bezahlt. Nur nicht in Hessen“, beklagt Udo Rein, der Geschäftsführer des Verbandes. Damit verdienten die Frankfurter Ärzte deutlich weniger als etwa ihre Kollegen an Uni-Kliniken in Mainz oder Heidelberg.

Kein eigener Tarifvertrag

In Hessen, so schätzt der Marburger Bund, arbeiten rund 130 Zahnärzte an Universitätskliniken. Einen eigenen Tarifvertrag gebe es für sie nicht. Stattdessen gelte der für die Beschäftigten schlechtere Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Landes.

Mit dem Streik, einer Kundgebung und anschließender Demonstration wollten die Frankfurter Uni-Zahnärzte ihrer Forderung nach gerechter Bezahlung Nachdruck verleihen. Während der Aktion wurde für Patienten mit akuten Zahnproblemen ein Notdienst eingerichtet.

Instituts-Übernahme geplant

Noch gehört das Institut, in dem die Ärzte arbeiten, der gemeinnützigen Frankfurter Stiftung Carolinum. Es gibt aber seit längerem Pläne zur Übernahme der Einrichtung durch die Universität. Bei ihrer Forderung nach mehr Geld werden die Ärzte laut Marburger Bund von Zahnmedizin-Studenten unterstützt. „Es gibt zu wenig Ärzte und deshalb auch zu wenige Dozenten. Dadurch fehlt es an Unterricht“, sagt Udo Rein vom Marburger Bund.
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