Kemptener Zahnarzt Dr. Peter Roth erneut in Nepal

Rotary Club unterstützt Engagement von 300 Patienten am Tag – und das bei einem Zahnarzt. Dazu kommt noch, dass die Patienten in der Regel einen stundenlangen Fußmarsch hinter sich haben und dann noch einmal viele Stunden im Wartezimmer verbringen. Was hierzulande unvorstellbar wäre, ist in Nepal eine Selbstverständlichkeit – vor allem, wenn sich herumgesprochen hat, dass Dr. Peter Roth wieder im Land ist. Und das war er kürzlich. Bereits zum dritten Mal besuchte der Zahnarzt aus Kempten Nepal, um dort zu arbeiten. Unterstützt wird er dabei immer wieder vom Rotary Club Kempten, dessen Mitglied er ist.

Kemptener Zahnarzt erneut in NepalDie Zahnarztbesuche sind in Nepal nicht nur für die Patienten mit Aufwand und Anstrengungen verbunden. Auch für Dr. Peter Roth heißt es in diesen Wochen: laufen, bergsteigen und halsbrecherische Fahrten auf schlecht befestigten Straßen unternehmen. Doch das ist für Roth, der im September erneut nach Nepal aufbricht, eine Selbstverständlichkeit. Denn, so sagt er, «die Dankbarkeit dieser Menschen kennt keine Grenzen». Schließlich sei das Gesundheitswesen unterfinanziert. Pro Jahr und Einwohner stünden nur zwölf US-Dollar zur Verfügung.

In seinem ersten Einsatzort weilt Roth fünf Tage, die Schule ist der improvisierte Behandlungsraum, den er sich mit einer mitreisenden Gynäkologin teilt. Als Behandlungsstuhl müssen einfache Schulmöbel herhalten, als Licht dient oft eine Stirnlampe mit Batterie.

Dann folgt ein langer Tagesmarsch über 2000 Höhenmeter zum zweiten Einsatzort, bevor Roth zwei Wochen in dem westlich von Kathmandu liegenden Amppipal Hospital weilt und dort einen deutschen Arzt begleitet. Roth: «Wir als Helfer werden hier überaus dankbar aufgenommen, denn die mangelnde medizinische Versorgung und Hygiene bedingen die äußerst geringe Lebenserwartung von 55 Jahren.» Und noch ein Problem gibt es laut Roth: «Die herkömmlichen offenen Kaminstellen in den Häusern und Hütten sind verantwortlich für zahlreiche Atemwegserkrankungen und für Augenbeschwerden.» Roth fördert deshalb ein «Ofenprojekt»: Durch Spenden konnten bereits rund 6700 Öfen in den Häusern installiert werden. Wie in den vergangenen Jahren unterstützt der Rotary Club dieses Engagement in Nepal. Bisher spendete der Club 7000 Euro und steuerte zum «Ofenprojekt» 1400 Euro zusätzlich bei.

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